Staudengärtner/in

 

Gärtner/innen der Fachrichtung Staudengärtnerei vermehren in Gewächshäusern und im Freiland Staudenpflanzen durch Aussaat, Stecklinge oder Teilung, kultivieren sie und verkaufen sie anschließend.

Vielfältige Aufgaben in der Kultivierung
Es gibt unzählige Arten und Sorten von Stauden: Rittersporn, Lupine, Aster, Enzian oder Edelweiß, aber auch Farne, Sumpf- und Wasserpflanzen, Ziergräser und Gewürzkräuter. In Gärten, Parks und auf Friedhöfen finden sie sich ebenso wie in Teichen und als Uferbepflanzung - meist nach Größe, Farbe und Blütezeitpunkt gepflanzt. Aber auch in Nutzgärten sind Stauden zu finden, hier in Verbindung mit Obst- und Beerensträuchern und Obstgehölzen. Gärtner/innen der Fachrichtung Staudengärtnerei kennen sich genau mit den verschiedenen Arten und Sorten, deren Eigenschaften und Ansprüchen sowie Verwendungsmöglichkeiten aus.
Im Freiland oder unter Glas pflanzen die Gärtner/innen die Jungpflanzen von Hand oder mithilfe spezieller Maschinen in Töpfe mit eigens gemischten Erdsubstraten. Sind die Pflanzen eingesetzt, stellen die Gärtner/innen die Töpfe in Kastenquartiere oder auf speziell vorbereitete Stellflächen. Frisch vermehrte Stauden benötigen besonderen Schutz und Pflege. Die Staudengärtner/innen sorgen deshalb nicht nur für ausreichende Bewässerung und entfernen Unkraut aus den Töpfen, sondern regulieren in den Gewächshäusern Lüftung, Belichtung und Heizung genau nach den Bedürfnissen der jeweiligen Sorte. Oft werden diese Bedingungen im Gewächshaus technisch, z.B. mit Bewässerungs- und Klimacomputern, gesteuert. Außerdem benötigen die Pflanzen Nahrung und müssen vor Schädlingen geschützt werden; deshalb verabreichen ihnen die Gärtner/innen in regelmäßigen Abständen Pflanzenschutz- und Düngemittel, damit sie später sowohl lange als auch in voller Pracht blühen und nach dem Winter wieder aus der Erde sprießen.

Verkaufen und Beraten
Vor allem im Frühjahr und Herbst, wenn Stauden besonders gut verpflanzt werden können, herrscht in den Staudengärtnereien Verkaufssaison. Dann werden die Pflanzen für den Verkauf und den Versand hergerichtet. Viele Staudengärtnereien verkaufen ihre Pflanzen nicht nur an Landschaftsgärtnereien, Kommunen, Baumschulen und Gartencenter, sondern auch direkt an Privatkunden. Im Verkauf stellen die Gärtner/innen ihr Fachwissen in Bezug auf die Pflanzen unter Beweis und beantworten sämtliche Fragen der Kunden, etwa zum optimalen Standort oder welche Arten besser in einen Steingarten oder an ein Gewässer passen, zuverlässig. Gute Beratung ist enorm wichtig, denn die gekauften Pflanzen müssen je nach ihrem Bestimmungsort richtig ausgewählt, kombiniert und gepflegt werden, damit sie gut gedeihen und optisch ihre Wirkung entfalten.
Der Verkaufsanteil hat eine immer größer werdende Bedeutung in dem Beruf. ajw bietet daher im Rahmen der Ausbildung die Zusatzqualifikation zum/zur Verkaufsgärtner/in an.

Die Ausbildung dauert 3 Jahre und schließt mit der Prüfung vor der Landwirtschaftskammer ab.

Ausführlichere Informationen zum Beruf gibt es beim BERUFENET.

 

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